Westpreußisches Bildungswerk Berlin-Brandenburg

in der Landsmannschaft Westpreußen e.V., Berlin

 

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1. Vorsitzender: Diplom-Geograph Reinhard M.W. Hanke

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reinhard_hanke@web.de                                                                       im August 2006 Hk

 

 

 

 

Ort der Veranstaltung: Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin-Wilmersdorf, “Kommunale Galerie”.  Fahrverbindungen: U-Bahn Fehrbelliner Platz, Bus 101, 104, 115.

 

168   Donnerstag      21. September 2006, 18.30 Uhr

         Thema             „Der Kaiser kommt“ – über die Vorbereitungen des Kaiserbesuches

                                  in Danzig durch die Verwaltungsbehörden der Provinz Westpreußen an-                        

                                  lässlich der Heeres- und Flottenmanöver im September 1901.

                                  (mit Lichtbildern).

         Referent           Dr. phil. Jürgen W.  S c h m i d t ,   Oranienburg

 

 

 

Besucht das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches eine Provinzhauptstadt, so bedeutete das für die örtlichen Behörden eine zusätzliche Arbeit großen Umfanges, um sich und ihre Provinz ordnungsgemäß zu repräsentieren und auch alle nötigen Sicherheitsmaßregeln zu beachten. Jüngst war dies wieder einmal anlässlich des Aufenthalts von Bundeskanzlerin Frau Merkel und US-Präsident Bush in Stralsund zu beobachten und im deutschen Kaiserreich, wenngleich in Umfang und Aufwand geringer und für die örtliche Bevölkerung weniger belastend, war dies nicht anders. Der Aufenthalt des deutschen Kaisers brachte für die zahlenmäßig knapp bemessene Beamtenschaft des Regierungsbezirks Danzig kurzfristig eine ziemlich große zusätzliche Arbeitsbelastung. Viele Probleme, teilweise sogar sehr skurriler Art, traten kurzfristig auf und mussten initiativreich gelöst werden. Sehr aufmerksam wurden insbesondere die Sicherheitsanstalten getroffen, hatte es doch kurz vorher in Bremen und Breslau zwei Attentatsversuche auf den deutschen Kaiser gegeben. Auch die Probleme der militärischen Spionageabwehr und die politische „Großwetterlage“ spielten eine gewisse Rolle. Trotzdem wurden alle Verwaltungsaufgaben preußisch korrekt gelöst und der knapp eine Woche lange Aufenthalt Kaiser Wilhelms II. in Danzig und in der Provinz Westpreußen zu einem vollen Erfolg gestaltet.

 

 

 

Dr. phil. Jürgen W.  S c h m i d t ,   wurde 1958 in Weissenberg geboren und war als Artillerieoffizier in NVA und Bundeswehr tätig. Derzeit arbeitet er in der Sicherheitsabteilung eines großen Berliner Unternehmens. An der Fernuniversität Hagen studierte er Geschichte, Psychologie und Erziehungs-wissenschaften und promovierte bei Prof. Dr. Peter Brandt mit einer Arbeit zur Geschichte des deutschen Geheimdienstes, welche unter dem Titel: „Gegen Russland und Frankreich. Der deutsche militärische Geheimdienst 1890-1914“ unlängst im Ludwigsfelder Verlagshaus in Ludwigsfeld (ISBN 3-933022-35-5) erschien (687 Seiten, Preis € 35,-). Seine speziellen Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der deutschen, osteuropäischen und russischen Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts sowie der Geschichte der Geheim- und Nachrichtendienste.